Strukturelle Stillförderung und Aufbau von Humanmilchbanken an neonatologischen Zentren (Neo-MILK)

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, dass jedes Frühgeborene in Deutschland zukünftig ab dem ersten Lebenstag Zugang zu Muttermilch oder humaner Spenderinnenmilch erhält. Hierdurch kommt es kurzfristig zur Verbesserung des medizinischen Outcomes (z.B. Vermeidung von Infektionen) der Frühgeborenen und langfristig zu einer weitestgehenden Reduktion der Verwendung künstlich hergestellter Nahrung (Formula) auf deutschen neonatologischen Intensivstationen (NICUs).

Diese Zielsetzung soll durch die Etablierung einer strukturierten Laktations- und Stillförderung sowie der Schaffung von Humanmilchbanken, insbesondere ihrer rechtlichen und strukturellen Grundlagen, erreicht werden. Das strukturierte Konzept zur Still- und Laktationsförderung sieht eine Beratung und Unterstützung der Mütter bei der Laktation vor. Durch ärztliches und pflegerisches Personal wird die Mutter, wenn möglich bereits vor Geburt des Kindes zum Thema Ernährung von Frühgeborenen sowie Laktation strukturiert aufgeklärt und nach Geburt durch konkrete Maßnahmen (z.B. zur Verfügung stellen von Pumpen oder Unterstützung bei der Milchgewinnung) unterstützt.

Die zu untersuchende neue Versorgungsform (Intervention) wird an bundesweit fünfzehn Level I NICUs erprobt und im Rahmen einer multizentrischen, prospektiven, Cluster-randomisierten, kontrollierten Studie (C-RCT) im Stepped-Wedge-Design (SWD) auf ihre Wirksamkeit hin bewertet. Insgesamt sollen 960 Frühgeborene unter 1.500 Gramm sowie ihre Mütter in die Studie eingeschlossen werden.

Projektlaufzeit: 2021 - 2024
Kooperationspartner: Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR), Universität zu Köln (Konsortialführung); Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn; Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik (IMSB), Universität zu Köln; Neonatologie und pädiatrische Intensivstation, Universitätsklinik Köln; Neonatologie und Intensivmedizin, Universitätsmedizin Mainz; TAKEPART Media + Science GmbH; Frauenmilchbank-Initiative e.V.
Förderprojekt: Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Datenzugang / Sekundärnutzung der Neo-MILK-Studiendaten Sie interessieren sich für eine Nutzung der Neo-MILK-Studiendaten im Rahmen von Sekundäranalysen? Sprechen Sie uns gerne an. Auf Anfrage stellen wir qualifizierten Forschenden für nicht-kommerzielle wissenschaftliche Zwecke einen Minimaldatensatz (die den publizierten Analysen zugrunde liegenden Variablen) im Rahmen eines kontrollierten Zugangs zur Verfügung. Die Weitergabe erfolgt nach Prüfung des Antrags und Abschluss einer Datennutzungsvereinbarung (Data Use Agreement). Bitte fügen Sie Ihrem Antrag eine kurze Beschreibung der geplanten Analysen sowie das Votum Ihrer zuständigen Ethikkommission bei. 

Kontakt: Versorgungsforschung@wiwi.uni-wuppertal.de · Juliane Köberlein-Neu

 

Data access / secondary use of the Neo-MILK study data Are you interested in using the Neo-MILK study data for secondary analyses? We would be glad to hear from you. On request, we make a minimal data set (the case report form variables underlying the published analyses) available to qualified researchers for non-commercial academic research under controlled access. Data are shared following review of the request and execution of a data use agreement. Please include a short research proposal describing the intended analyses together with the approval of your responsible research ethics committee. 

Contact: Versorgungsforschung@wiwi.uni-wuppertal.de · Juliane Köberlein-Neu